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Gasflaschen in Portugal: Anbieter, Kauf, Tausch

Gasflaschen in Portugal: Anbieter, Kauf, Tausch

Voller Vorfreude geht es mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen ins Ausland, um endlich einmal wieder dem Alltag zu entfliehen. Genauer gesagt, geht es dieses Mal nach Portugal. Nach der ewig langen Fahrt willst du nur noch etwas essen und schleunigst im Campingstuhl die Sonne genießen. Doch dann die ernüchternde Erkenntnis – die Gasflasche ist leer! Ob und wie du nun an den heiß begehrten Nachschub kommst, damit auch dein Magen aufhört zu knurren, darum geht es in diesem Artikel.

Welche Gasflaschen gibt es in Portugal und wie verwendest du sie?

Die portugiesische Regelung der Gasversorgung ist der spanischen sehr ähnlich. Die wohl bekanntesten Marken sind Repsol und Cepsa. Beide haben jedoch unterschiedliche Anschlüsse. Repsol ein ein dickeres Ventil als Cepsa. Du brauchst also für beide Flaschen unterschiedliche Adapter. Beide Marken sind auch in Spanien vertreten, spanische Repsol Flaschen können an manchen portugiesischen Tankstellen getauscht werden. Für uns hat das mehrfach problemlos funktioniert, wir erhalten aber immer wieder Zuschriften von Lesern, bei denen es leider nicht so einfach geklappt hat. Informiere dich also am besten vorher, welche Flaschen wo akzeptiert werden. Ein weiterer großer Anbieter in Portugal ist Tuti Gas.

Die Gasflaschen unterscheiden sich grundlegend von unseren deutschen grauen Flaschen.

Mit einer Füllmenge von 6 kg oder 11 kg (Repsol und Cepsa) bzw. 3, 3.5, 11 und 13 kg (Tuti Gas) sind die Gewichtsklassen nur teilweise anders gestaffelt als bei den deutschen Gasflaschen. Der springende Punkt sind jedoch Anschluss und Inhalt der Flaschen.

Es gibt sowohl Butan-, als auch Propangasflaschen. Butangas wird deutlich häufiger angeboten als Propangas. Du solltest aber beachten, dass Butan bei Temperaturen unter 0 Grad nicht mehr aus der Flasche kommt. Für kalte Tage ist Propan daher besser geeignet. Für die Propanflaschen musst du allerdings einen Kaufvertrag abschließen.

Portugiesische Gasflasche anschließen

Der Anschluss erfolgt nicht, wie in Deutschland üblich, direkt am Schlauch: In Portugal ist es ohne Adapter nicht möglich, dein Gassystem an eine portugiesische Flasche anzuschließen und auch das eigenmächtige Befüllen unserer grauen Flaschen an Tankstellen ist illegal. Es gibt zwar in Portugal einige Tankstellen, die trotz Verbots auch deutsche Gasflaschen auffüllen, dies solltest du aus Sicherheitsgründen aber tunlichst vermeiden.

Du brauchst zwei Adapter um die portugiesischen Gasflaschen an dein Wohnmobil anzuschließen:

  1. Den sogenannten Clip-On-Adapter
  2. den Adapter von Clip-On an den Gasanschluss

Den ersten bekommst du in jedem Baumarkt und zwar für beide Systeme (Repsol und Cepsa). Auch an mancher Tankstelle und in Camping-Shops habe ich diese schon gesehen. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du ihn auch schon in Deutschland kaufen:

Er funktioniert auch in den folgenden Ländern: Spanien, Frankreich, Irland, Portugal, England, Zypern, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark. Allerdings in Portugal zum Beispiel nur für die Repsol Flaschen. Bevor du eine Gasflasche in Portugal kaufst, checke ob der Adapter passt!

Zusätzlich brauchst du noch den Adapter zwischen dem Clip-On und deinem Druckminderer. Den findest du in dem von uns empfohlenen Euro-Set:

12.00 EUR
State: 09.04.2020 16:21 time
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Wichtig ist, dass du dich vor deiner Abreise um den Kauf kümmerst. Denn wenn du erst einmal in Portugal bist, kann es mit der Anschaffung schwierig werden. Manch Campingshop hat ihn, aber weitere Verkaufsstellen sind in Portugal extrem rar. Klar, warum sollten die Portugiesen auch Adapter für deutsche Gasflaschen verkaufen?

Gasflasche in Portugal kaufen

Wenn du erstmal im Besitz der Adapter bist, wird es relativ unkompliziert. Gegen Vorlage deines Ausweises oder Reisepasses bekommst du an einer der besagten Tankstellen eine neue Gasflasche für etwa 50 €. Oder falls du schon in Besitz einer Flasche bist, wird diese einfach getauscht. Diese kostet in der Regel 15 bis 20 €. Manche Tankstellenbesitzer lassen dich noch ein Formular ausfüllen (meist nur für Propan), aber danach steht dem Kochen nichts mehr im Wege. Adapter aufsetzen, portugiesische Flasche anschließen, Absperrventil aufdrehen und ab an den Herd.

Sieht also ganz so aus, als wäre die Gasversorgung auch in Portugal kein Problem, solange du dich vor deinem Urlaub ausreichend vorbereitest. Also ab in dein fahrendes Heim und raus aus dem nassen, deutschen Winter! Die Sonne wartet auf dich.

Fotos: (c) Stefanie & Sebastian Vogt

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