Nima Bouldern Albarracin

Vier Top-Spots zum Bouldern in Spanien

Genau wie zum Klettern, zieht es mich auch zum Bouldern raus in die Natur. Wie praktisch, dass mein Lieblingsland Spanien nicht nur mit sonnigem Wetter und tollen Landschaften aufwartet, sondern auch mit zahlreichen Bouldermöglichkeiten. Vom Norden bis zum Süden gibt es einige Gebiete, von denen jedes einzelne seinen ganz eigenen Charakter hat.

Woran kann man feststellt, dass man sich in einer Boulderregion befindet?

Wenn einem Personen mit großen Matten auf dem Rücken begegnen. Diese dienen nicht dazu, zwischendurch ein Nickerchen zu halten, sondern einen möglichen Sturz abzumildern.

Bouldern bedeutet nämlich, klettern ohne Seil in Absprunghöhe. Ausgerüstet mit einer Matte, Kletterschuhen und Magnesium – gegen Schweiß an den Händen – geht es ab an den Fels. Während man beim Klettern von Routen spricht, heißen diese beim Bouldern übrigens Probleme. An diesen tüftelt man, gemeinsam mit anderen herum und sucht nach den passenden Griffen, Tritten und Bewegungsabläufen.

Bouldergebiete in Spanien

El Cogul

Ganz oben im Norden geht es mit El Cogul los. Gerade mal 200 Bewohner zählt der kleine Ort, in den sich nur wenige Besucher verirren. Entsprechend ursprünglich geht es hier noch zu. Die Landschaft zeichnet sich vor allem durch Olivenbäume aus und genau zwischen diesen verstecken sich die Sandsteinblöcke, an denen gebouldert werden kann.

Mit über 300 Problemen gibt es hier mehr Boulderrouten, als Einwohner. In El Cogul lassen sich gut mehrere Tage verbringen, bevor es weiter südlich zum eigentlichen Mekka geht: Albarracín. Mehr von unseren Erfahrungen zum Bouldern in El Cogul gibt es hier zum nachlesen.

Koordinaten:
El Cogul: 41° 27.94104′, 0° 44.12736′ (Sektor Els Ulls) und
41° 28.00806′, 0° 41.59506′ (Sektor L’Universitat)

Albarracín

Wer das Bouldern liebt, kommt in Spanien an Albarracín nicht vorbei. Und auch wer mit dem Sport nichts am Hut hat, sollte mal hierhin fahren. Albarracín gehört nämlich zu den schönsten Orten Spaniens und ist wirklich beeindruckend.

In einem fast märchenhaften Wald liegen die großen und kleinen Sandsteinblöcke, mit über 1000 Problemen. Einsteiger finden hier genauso etwas zum Knobeln, wie absolute Cracks. Auch Anschluss an andere Boulderer zu finden, ist in Albarracín einfach. Aus gutem Grund ist dieses Gebiet bei Sportlern aus aller Welt sehr beliebt.

Da es sich bei der Sierra de Albarracín um ein Naturschutzgebiet handelt, wird das bei Kletterern beliebte Freistehen mit dem Auto oder Camper nicht gerne gesehen. Damit die Probleme dort bleiben, wo sie hingehören – nämlich an den Fels – sollten Boulderer nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen übernachten oder auf den Campingplatz gehen. Ein Besuch des mittelalterlichen Ortes mit seiner imposanten Stadtmauer gehört bei einem Trip nach Albarracín unbedingt dazu.

Kletterschuhe und weiteres Boulderzubehör gibt es bei Sofaboulder. Dort können auch Bouldermatten ausgeliehen werden, die im Camper durchaus einiges an Platz beanspruchen.

Koordinaten des Hauptparkplatzes im Bouldergebiet: 40.387440, -1.406447

El Escorial und Zarzalejo

Direkt bei Madrid, liegen diese beiden Gebiete, die einen totalen Kontrast zu den vorherigen darstellen: El Escorial und Zarzalejo. Hier beißen bzw. greifen Boulderer auf Granit. Während es sich bei Zarzalejo um einen unauffälligen spanischen Ort handelt, lässt sich das von seinem Bouldergebiet nicht behaupten. Über eine weitläufige Fläche verteilen sich zig Felsblöcke, mit über 200 Problemen. Dazu kommt eine umwerfende Aussicht und ein meist ebenes Gelände. Ideal, um die Bouldermatte auszulegen und dann alles zu geben.

Ähnlich sieht es im 15 km entfernten El Escorial aus, das für seine Schloss- und Klosteranlage berühmt ist. Die hübsche Innenstadt mit ihren kleinen Geschäften und Bars kann sich aber auch sehen lassen. Das Bouldergebiet selber liegt in einem Waldstück, auf einem großen Areal. 500 Probleme warten hier darauf gelöst zu werden. Abgerundet wird ein Bouldertag in El Escorial am besten dadurch, sich auf einen der Felsen zu setzen und von dort den Sonnenuntergang zu genießen.

Koordinaten
Parkmöglichkeit Zarzalejo: 40° 32′ 22″ N, 4° 10′ 22″ W
Bouldergebiet Zarzalejo:  40° 32′ 3″ N,  4° 10′ 39″ W
Parkmöglichkeit El Escorial: 40° 33′ 57″ N, 4° 9′ 30″ W 
Bouldergebiet El Escorial: GPS 40° 34′ 5″ N , 4° 9′ 10″ W

Bolonia

Unsere Tour durch Spanien endet in Andalusien. Während sich in Tarifa vor allem Surfer tummeln, zieht es Boulderer ein paar Kilometer weiter nach Bolonia. Direkt neben dem kleinen Dörfchen geht es hoch auf den Berg. Oben angekommen, führt ein ca. fünfminütiger Fußmarsch zu den ersten Sandsteinblöcken. Die großen Eukalyptusbäume verleihen diesem Gebiet eine erholsame Atmosphäre. Auch erwähnenswert sind die vielen Geier, die dort oben thronen und ein wachsames Auge auf alles haben, was unter ihnen vor sich geht.

Leider ist die Dokumentation zu den einzelnen Routen in Bolonia noch sehr dürftig. Eine aktuelle Übersicht mit einigen Problemen gibt es auf der spanischen Seite soloboulder.com.

Fotos: (c) Nima Ashoff

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